Acht­sam­keit und Berater*in

Gegen­sät­ze zie­hen sich an

Wie leben wir Acht­sam­keit als Beratungsunternehmer*in bei MINDEIGHT?

Das wer­den wir oft gefragt.

Es scheint, als wären min­des­tens zwei Son­nen­sys­te­me zwi­schen dem Kon­zept der Acht­sam­keit (wie bei Jon Kabat-Zinn, Thích Nhất Hạnh, Search Insi­de Yourself, Dr. Kai Rom­hardt, etc.) und dem Beruf des Unternehmensberaters*in.

Und ja, manch­mal ist das so. Aber nicht immer. Mit ein paar ein­fa­chen Prak­ti­ken der Acht­sam­keit kann es uns gelin­gen, unse­re Klienten*innen auf acht­sa­me Weise zu bera­ten.

Interim Management Lösungsvorschlag-Präsentation

Acht­sam­keit bedeu­tet zum einen wahr­neh­men, nicht urtei­len, nicht wer­ten. Mit ande­ren Wor­ten: Bera­ten im bes­ten Sinne. Distanz zum ers­ten (Antwort-)Impuls auf­bau­en. Wir­ken las­sen. Aktiv und ganz bewusst zuhö­ren. Zum ande­ren steht Acht­sam­keit auch für das Leben im Hier und Jetzt. Vor 15 Jah­ren wuss­te ich das noch nicht, als ich mich mit dem CIO von T‑Mobile unter­hielt und er ein Schild auf sei­nem Bespre­chungs­tisch hatte, auf dem stand: “be here. now.”. Mee­tings gehen dann meist schnel­ler.

Was kön­nen wir als Unternehmensberater*in und Beratungsunternehmer*in kon­kret tun, um acht­sam zu arbei­ten. Ein paar Bei­spie­le dafür, was die Leh­ren der Acht­sam­keit für uns tun kön­nen, unter­teilt in vier Berei­che.

„Acht­sam­keit bedeu­tet für mich, auch NEIN sagen zu kön­nen.“

Michae­la Lack­ner

Asso­cia­te Direc­tor

1. Wie gehen wir acht­sam mit unse­ren Klienten*innen um?

Das Wich­tigs­te beim Kli­en­ten und der Kli­en­tin ist, auf ihre Bedürf­nis­se ein­zu­ge­hen und nicht nur zu prä­sen­tie­ren. Das gelingt, indem man pro­ak­tiv Fra­gen stellt, tief zuhört und nicht den all­wis­sen­den Berater*in spielt. In Gesprä­chen die Klienten*innen aus­re­den las­sen und nicht sofort mit dem nächs­ten Gedan­ken bei sich sein.

Eine sehr unter­stüt­zen­de Rolle spielt auch die Empa­thie. Wir füh­len uns in die Klienten*innen ein und mer­ken an, wenn wir den­ken, dass sie müde sind. Eben­so atmen wir ruhig ein, bevor wir etwas tun, z.B. das Tele­fon abneh­men. Man kann auch bis zur Ziel­li­nie acht­sam mit sei­nem Kli­en­ten oder sei­ner Kli­en­tin umge­hen. Warum also nicht ganz lang­sam zur End­prä­sen­ta­ti­on beim Kli­en­ten oder Kli­en­tin gehen, anstatt die letz­ten Schau­bil­der im Gehen zu malen? Das würde nicht nur den Berater*in ent­las­ten, son­dern auch die Leis­tung stei­gern.

Nicht zuletzt spie­len Mee­tings für Klienten*innen eine wich­ti­ge Rolle. Ein alter Steve-Jobs-Trick ist es, wäh­rend eines Mee­tings mit dem Geschäftspartner*in einen Spa­zier­gang im Park zu machen, anstatt im Bespre­chungs­raum zu sit­zen. Eine wei­te­re acht­sa­me Prak­tik für Mee­tings ist es, nur 25 Minu­ten Telco statt 30 Minu­ten oder 55 Minu­ten Stan­dard-Mee­ting statt 60 Minu­ten anzu­set­zen, um sich z.B. bes­ser auf das nächs­te Mee­ting vor­zu­be­rei­ten, statt von einem Mee­ting zum nächs­ten zu het­zen oder um noch offe­ne Fra­gen des Kli­en­ten oder der Kli­en­tin zu klä­ren und sich dafür Zeit zu neh­men. Glei­cher­ma­ßen schal­ten wir bei Online-Mee­tings immer die Kame­ra ein, damit wir ganz­heit­lich wahr­ge­nom­men wer­den kön­nen (Bild & Ton). Das stärkt Prä­senz und Nähe.

In Prä­senz­mee­tings sind wir immer auf den Klienten*in fokus­siert und arbei­ten kon­zen­triert. Es wird nicht tele­fo­niert oder Mails bear­bei­tet, in der Tasche gewühlt. Alle mög­li­chen Ablen­kun­gen wer­den ver­mie­den.

„Acht­sam­keit bedeu­tet für mich, Respekt und Ver­ständ­nis im Umgang mit mei­nem Umfeld, aber auch mit mir selbst.“

Frank Rei­chert

Direc­tor

2. Acht­sam­keit auf Geschäfts­rei­sen

Acht­sam­keit auf Rei­sen drückt sich auch in klei­nen Din­gen aus. Zum Bei­spiel, im Hotel zu früh­stü­cken und sonst nichts in die­ser Zeit. Keine Zei­tung, kein Smart­pho­ne, keine Unter­hal­tun­gen. Wenn ich früh­stü­cke, früh­stü­cke ich. Lang­sam, ohne zu het­zen.

Auf lan­gen Auto­fahr­ten schal­te ich das Radio bewusst auch mal aus und schaue, stau­ne und lau­sche dem, was vor mir ist.

Wie gut fühlt es sich auf Flü­gen an, nach dem läs­ti­gen Boar­ding den Sitz zurück­zu­stel­len und vor dem Abflug eine Medi­ta­ti­on (Sitz- oder Atemm­edi­ta­ti­on) zu star­ten? Das geht auch ganz ohne Vor­kennt­nis­se mit Apps von 7Mind oder Plum Vil­la­ge*.

Das Ziel beim Rei­sen ist es, mög­lichst stress­frei zu rei­sen: Sich Zeit neh­men, geziel­te Medi­en aus­wäh­len, medi­tie­ren oder mit einem guten Kopf­hö­rer und einem Nicht-Arbeits-Buch ent­span­nen.

„Acht­sam­keit bedeu­tet für mich, die Pau­sen bewusst nicht am Arbeits­platz zu genie­ßen.“

Tanja Pan­nek

Busi­ness Deve­lo­p­ment Mana­ger

3. Acht­sam­keit bei MINDEIGHT

Ein Grund­stein zum Prak­ti­zie­ren von Acht­sam­keit ist auch die Schu­lung der Acht­sam­keit. Wie lernt man, acht­sa­mer zu wer­den? Indem man sehr gute Lite­ra­tur über Acht­sam­keit liest oder sich mit You­Tube-Vide­os schlau macht?

Bei MINDEIGHT schu­len wir durch wie­der­keh­ren­de gemein­sa­me Acht­sam­keits­übun­gen in inter­nen und Kli­en­ten-Work­shops, auch online. Sie hel­fen uns, ruhi­ger zu wer­den und unse­ren Fokus zu schär­fen. Wir bie­ten auch allen Mitarbeitern*innen ein Acht­sam­keits­zer­ti­fi­kat an, inklu­si­ve Off- und Online-Trai­ning. Ab und zu hel­fen auch Acht­sam­keits­trai­nings mit exter­nen Refe­ren­ten, so ent­stand zum Bei­spiel auch das SIY (Search Insi­de Yourself) Pro­gramm bei Goog­le.

Das Team und die eige­ne Stim­mung beob­ach­ten und kom­mu­ni­zie­ren, z. B. mit Com­pa­ny Mood. Sich bewusst fra­gen, wie wir uns gut in Kollegen*innen ein­füh­len kön­nen. Teampfle­ge, ins­be­son­de­re in Pha­sen der Über­las­tung, sind uner­läss­lich.

Ein wei­te­rer Tipp: E‑Mails vom Wochen­en­de auf den Mon­tag­mor­gen ter­mi­nie­ren las­sen, anstatt sie acht­los an die Adressaten*innen am Wochen­en­de zu ver­sen­den.

„Acht­sam­keit bedeu­tet für mich, die Men­schen in mei­ner Umge­bung und ihre Bedürf­nis­se bewusst wahr­zu­neh­men.“

Bur­han Abou El Atta

Seni­or Con­sul­tant

4. Acht­sam­keit für mich selbst

Hier sind ein paar Tipps, die ich selbst anwen­de: Im Home­of­fice (Ver­mi­schung Arbeit und Pri­vat­le­ben, Ablen­kung, nicht abschal­ten, Arbeits­ort gleich Wohl­fühlort?) arbei­tet man inten­si­ver und län­ger. Schär­fung der Acht­sam­keit für mich selbst wird not­wen­di­ger.

Als Aus­zeit ein­mal Besin­nungs­ta­ge oder ein Wochen­en­de mit Schwei­gen ver­brin­gen, z. B. im Bene­dik­tus­hof*, oder das Nichts­tun ein­mal bewusst tun und genie­ßen.

Außer­dem emp­feh­le ich, eine Art von digi­ta­ler Detox-Kur zu machen. Das bedeu­tet, feste Zei­ten fest­zu­le­gen, in denen man nicht mehr “online” ist. Im Urlaub schal­te ich mein Handy auf die Assis­tenz oder Stell­ver­tre­tung oder setz­te mir täg­lich ein Limit, z. B. nur 15 – 30 Minu­ten pro Tag meine E‑Mails durch­ge­hen.

Die Benach­rich­ti­gun­gen des E‑Mail-Cli­ents, wie z. B. Out­look, die unge­wollt auf dem Bild­schirm auf­tau­chen und mich aus mei­ner Kon­zen­tra­ti­on rei­ßen, deak­ti­vie­ren. So redu­zie­re ich Ablen­kun­gen, blei­be län­ger fokus­siert und habe mehr Ent­schei­dungs­frei­heit, da ich aktiv selbst ent­schei­den kann, wann ich meine E‑Mails lesen möch­te. Eben­so blo­ckie­re ich Pau­sen­zei­ten in mei­nem Kalen­der, damit ich nicht nur eine Rou­ti­ne schaf­fe, son­dern auch allen ande­ren kom­mu­ni­zie­re, dass ich in die­ser Zeit nicht gestört wer­den möch­te. Gera­de in Zei­ten, in denen man mit dem Handy und Inter­net immer und über­all erreich­bar ist, wirkt das wahre Wun­der.

Ich nehme die Müdig­keit wahr und gehe bewusst mit ihr um. Atmen — Lächeln – Inne­hal­ten (A‑L-I). Auch wenn dies nur sehr kurz sein mag, es hat eine Wir­kung. Für mich als Bera­tungs­un­ter­neh­mer gilt: Unter­neh­men, nicht unter­las­sen. Zum Wohle mei­ner Klienten*innen und gleich­zei­tig mei­ner Gesund­heit. Muße üben: Was die umtrie­bi­gen Bera­ter gar nicht mögen (und nicht kön­nen). Ich nehme mir Zeit für die klei­nen Dinge, wie einen Kaf­fee, auf­ste­hen, raus­ge­hen, Mobi­li­täts­übun­gen, einen Blick aus dem Fens­ter oder ein Spiel.

Und nun lade ich Sie dazu ein, mit mir zu Atmen, zu Lächeln und Inne­zu­hal­ten (A‑L-I) und dabei das eben Gele­se­ne auf sich wir­ken zu las­sen.

 

*Unbe­zahl­te Wer­bung, weil Mar­ken­nen­nung

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